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Bilder-Zyklus “Wassertechnik und Prachtbrunnen in Augsburg”

Im Oktober 2018 entstanden:

Ein Bilder-Zyklus zum Thema “Wassertechnik und Prachtbrunnen in Augsburg”.

Meine Bilder zum Thema “Wassertechnik und Prachtbrunnen in Augsburg” ergänzen die Bilder, die zum Thema “Augsburgs Wasserkraft und Industriekultur” bereits 2014 entstanden sind. Sie alle erzählen eine Geschichte über das historische Augsburg. Industriekultur und Wasser sind in Augsburg untrennbar miteinander verbunden. Schon früh wurde erkannt: Wasser ist Lebensquell, aber auch Chance für die Industrialisierung in Augsburg. Ein Thema, das mich schon immer reizt. Neue Bilder sind entstanden und einige Bilder sind in Arbeit…
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Zyklus “Wassertechnik und Prachtbrunnen in Augsburg”
Pigmente/Mischtechnik auf MDF,
Formate: 40 x 40 cm, bzw. schmaler

Geografisch optimal gelegen, zweigen die Augsburger bereits sehr früh am Hochablass Bäche ab, um Wasser in die Stadt zu leiten. Das natürliche Gefälle gibt dem Wasser die Kraft Wasserräder und Hammerwerke anzutreiben, Handwerksbetriebe, Webereien und Spinnereien mit Wasser zu versorgen und später nicht zuletzt auch Strom zu erzeugen. Die Schönheit der Industrie-Architektur, die Liebe und Großzügigkeit mit der technische Einrichtungen konzipiert und umgesetzt wurden, zeigt auch das Bewusstsein für den Wert des Wassers. Trink- und Brauchwasser wurden schon früh getrennt voneinander in der Stadt geleitet. Die Prachtbrunnen in der Maximilianstraße sind heute noch Zeugen der Absicht weit über die Grenzen Augsburgs hinaus Stadtmarketing zu betreiben.

Einige Bild-Kombinationen und die zugehörige Geschichte:

Der Mühlenbach – und Kaiser Augustus.

Eine der vier Figuren am Beckenrand des Augustusbrunnens symbolisiert mit ihren Ähren und einem Stück Mühlrad die Singold, die Augsburg im Westen – parallel zur Wertach – umfloss. Sie hatte die Aufgabe Mühlräder anzutreiben. Fast lässig-entspannt lagert sie am Beckenrand.
Kaiser Augustus verkörpert die Gründung Augsburgs durch die Römer. Er fußt auf dem Aquädukt, das auch heute noch Wasser beim Roten Tor in die Stadt leitet.
Geschaffen von Adriaen de Vries um 1600, stehen diese Bronzen in ihrer dynamischen Formgebung für die hohe Kunst ihres Schöpfers und den Wert, den man in dieser Zeit dem Wasserreichtum in Augsburg beigemessen hat.

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Der Mühlenbach – und Kaiser Augustus.
Format 35 x 40 cm bzw. 15 x 40 cm
Mischtechnik: Pigmente / Gesteinsmehle auf MDF

Der Kastenturm – und seine Frauen.

Skizzenhaft im Hintergrund: Der Kastenturm. Die darin verbaute Technik, vom Brunnenmeister Caspar Walter entwickelt und im Kastenturm installiert, sicherte bereits in der Renaissance die Wasserversorgung der Prachtbrunnen in der Maximilianstraße in Augsburg. Die Zirbelnuss krönt das Ende der doppelläufigen Treppe im Kastenturm: Sie ermöglichte den Zugang zum Wasserbecken, hoch oben im Turm. Von hier oben ist das Wasser über hölzerne Wasserleitungen bis zu den Prachtbrunnen in die Maximilianstraße geflossen. Die übrigens zuallererst repräsentative Aufgaben hatten.

Ganz entspannt sehen diese spektakuläre Technik die beiden weiblichen Figuren am Beckenrand des Augustusbrunnens: Die Singold steht mit ihren Ähren für den fruchtbaren Mühlenbach, der Brunnenbach, mit seinem Wasserkrug und überbordenden Fruchtkörben, für die Trinkwasserversorgung in Augsburg. Geschaffen von Adriaen de Vries um 1600, stehen diese Bronzen in ihrer dynamischen Formgebung noch heute für die hohe Kunst ihres Schöpfers und den hohen Wert, den man in dieser Zeit dem Wasserreichtum in Augsburg beigemessen hat.

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Der Kastenturm – und seine Frauen.
Format 40 x 40 cm bzw. 25 x 40 cm
Mischtechnik: Pigmente / Gesteinsmehle auf MDF

Die Kiliankarte – 14,5 Meter Höhenunterschied – Gebändigtes Wasser.

Die Kiliankarte. Die Farbe Gelb steht für die sonnendurchflutete fruchtbare Landschaft rund um Augsburg. Im Süden der Stadt, wo die Flüsse Wertach und Lech, die Singold und der Brunnenbach Richtung Stadt fließen, wird die unbändige Kraft des Wassers schon früh gefasst und für Augsburg nutzbar gemacht: In unzähligen Kanälen durchfließt das Wasser Augsburg, treibt Wasserräder und Hammerwerke an, ermöglichte später die Entwicklung der Webereien, bringt die Textilindustrie nach vorne und versorgt die Stadt in allen Facetten mit Wasser. Die Figurengruppen der Prachtbrunnen zeugen vom Glanz und Reichtum dieser Zeit.

Nur 14,5 Meter Höhenunterschied – aber ausgefeilte Technik. Viel Wasser, aber ein geringes Gefälle – nur ca. 14,5 Meter lagen damals zwischen dem heutigen Hochablass und dem Wasserwerk auf der Wolfzahnau – brachten die Augsburger offensichtlich immer wieder dazu, ihre Techniken zur Nutzbarmachung des Wassers weiterzuentwickeln!
Das Wasserkraftwerk auf der Wolfzahnau war das erste Wasserkraftwerk in Augsburg, das der Stromerzeugung diente: 1902 in Betrieb genommen, versorgte es die Baumwollspinnerei am Stadtbach mit Strom. Gespeist wurde es von einem 1100 Meter langen Kanal, der parallel zur Wertach extra für das Wasserkraftwerk gegraben wurde. Hier, kurz bevor Wertach, Lech und alle Bäche, die Augsburg durchströmen zusammenfließen, steht aus meiner Sicht auch ein architektonisches Juwel Augsburgs: der gelb-rote Blankziegelbau, in dem die Technik des Wasserkraftwerks untergebracht ist. Es wird vermutet, dass der Entwurf vom Augsburger Architekten Karl Albert Gollwitzer stammt.
Ein Ausschnitt aus dem sogenannten Kilianplan von 1626 zeigt das Rote Tor mit den Wassertürmen, städtische Gebäude, aber auch die fruchtbaren Gärten und Streuobstwiesen vor den Toren der Stadt.
Der Lech – zu erkennen an den Fichtenzapfen, die sein Haupt krönen – und der Brunnenbach – völlig entspannt mit der Wasser-Amphore im Arm – stehen in meinem Kunstwerk stellvertretend für die große Menge Wasser, die Augsburg zur Verfügung stand und die es für sich zu nutzen wusste.

Gebändigtes Wasser. Das Wasserwerk am Hochablass steht in meinem Kunstwerk für die einmalige Technik, die schon früh Besucher nach Augsburg zog: Am 1. Oktober 1879 in Betrieb genommen, erregte das 1. turmlose Wasserwerk europaweit für Aufsehen. Schemenhaft: ein früher Besucher. Er zeugt von der Entwicklungs-Relevanz, die die Wassertechnik für Augsburg zu dieser Zeit hatte.

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Die Kiliankarte –
14,5 Meter Höhenunterschied –
Gebändigtes Wasser.

Format 35 x 40 cm / 40 x 40 cm / 20 x 40 cm
Mischtechnik: Pigmente / Gesteinsmehle auf MDF

Neue Leinwandbilder – Thema “Wasserwerk am Hochablass”

Das Wasserwerk am Hochablass – eine Innensicht.

Ein Meilenstein in der technischen Entwicklung: Das Wasserwerk am Hochablass. Am 1. Oktober 1879 in Betrieb genommen, erregte das 1. turmlose Wasserwerk europaweit Aufsehen. Von einem Lechkanal angetriebene Pumpen hoben das Wasser aus den Lechschottern und drückten es in die neu entstandenen Leitungsnetze aus Metall, die 8 bar Druck aushalten mussten. Dass diese spektakuläre neue Technik europaweit Besucher anlockte, dokumentiert das Gästebuch.

Das Wasserwerk war übrigens bis 1973 in Betrieb! Heute wird es von den Stadtwerken als historisches Denkmal gepflegt und – dankenswerterweise – immer wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Wasserwerk am Hochablass – eine Innensicht.
70 x 100 cm
Mischtechnik auf Leinwand: Pigmente / Gesteinsmehl

Schachzug an Wertach und Lech.

Die Flüsse Lech und Wertach stehen im Mittelpunkt dieses Kunstwerks.
Unvermittelt schaut sie uns an: Die Wertach, eine der vier bronzenen Fluss-Figuren auf dem Beckenrand des Augustusbrunnen. Fischernetze symbolisieren den Fischreichtum der Wertach, die damals noch ein reißender Fluss war. Aus den Alpen kommend, bahnt sie sich den Weg durch fruchtbare Landschaften bis sie Augsburg erreicht.
Für den Lech – und einen Meilenstein in der technischen Entwicklung rund um die Nutzung des Wassers in Augsburg – steht ein „Stück Technik“ aus dem Wasserwerk am Hochablass: Am 1. Oktober 1879 in Betrieb genommen, erregte das 1. turmlose Wasserwerk europaweit Aufsehen. Von einem Lechkanal angetriebene Pumpen hoben das Wasser aus den Lechschottern und drückten es in die neu entstandenen Leitungsnetze aus Metall, die 8 bar Druck aushalten mussten. Die vormals eingesetzten hölzernen Wasserrohre („Deichel“) wurden damit ersetzt. Dass diese spektakuläre neue Technik europaweit Besucher anlockte, dokumentiert das Gästebuch, das heute noch einsehbar ist.

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Schachzug an Wertach und Lech.
40 x 40 cm
Mischtechnik auf Leinwand: Pigmente / Gesteinsmehl / Wachs

Wasserwerk am Hochablass – Messstelle.

Aus dem Vollen schöpfen – konnten die Augsburger, in Bezug auf das Wasser, das ihnen zur Verfügung stand. Eine Innensicht aus dem Wasserwerk am Hochablass steht dafür, dass sie den Überfluss auch intelligent zu nutzen wussten. Die Ästhetik eines Messinstruments – nur eines von vielen Generationen – steht für die ausgefeilte Technik, die das Wasserwerk am Hochablass beherbergt. Eröffnet im Jahr 1879 war es bis 1973 in Betrieb!

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Wasserwerk am Hochablass – Messstelle.
80 x 40 cm
Mischtechnik auf Leinwand: Pigmente / Gesteinsmehl / Wachs

Wasser in seiner Wirkung – Wasser in unterschiedlichen Zuständen

Wasser beschäftigt mich, bedenke ich es genauer, schon immer: Landschaften und Gesteinsformationen, von Wasser und Wind zerfurcht, Wüsten und reißende Wassermassen faszinieren mich besonders. Insbesondere, wenn ich auf Reisen bin. So waren Island und Namibia immer wieder Auslöser für Bilder.
Wasser zeigt aber auch unterschiedliche Zustände – Wasser greift in die Natur ein, bewegt unglaubliche Mengen Erde, schneidet Stein, verändert Zustände, … bringt mal Segen, mal wirkt es zerstörerisch.
Beobachtungen „am Rande” meiner historischen und technischen Themen verarbeite ich häufig in abstrakten Bildern.

Gerade fertiggestellt: “Der erste Raureif”

Der erste Raureif verwandelt die Natur in eine Zauberwelt. Die Frische der Farben zeugt noch vom Sommer…

Ein Ausschnitt aus “Der erste Raureif”

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Der erste Raureif
Pigmente / Gesteinsmehle auf Leinwand
140 x 100 cm
bzw. unten: ein Ausschnitt aus dem Bild!

Wasser zeigt unterschiedliche Zustände – Wasser greift in die Natur ein, bewegt Material und verändert Zustände.
Beobachtungen “am Rande” meiner historischen und technischen Themen… aber immer wieder ist es die Faszination Wasser, die mich zu Bildern bewegt.